Die recht bekannte Aussteigerorganisation “Exit”, welche Menschen beim Ausstieg aus der Naziszene hilft, hat auf dem Rechtsrockfestival in Gera mit einer netten T-Shirt Aktion auf jeden Fall Kreativität bewiesen. Es wurden unter dem Vorwand, die T-Shirts seien gespendet worden Shirts mit einem Szenerelevanten, aber abwaschbaren Motiv gedruckt, unter dem sich nach dem ersten Waschmaschinengang der Spruch “Was dein T-Shirt kann, kannst du auch – Wir helfen Dir, Dich vom Rechtsextremismus zu lösen” versteckt. Dabei fällt mir auf, dass ich es eigentlich schade finde, dass so eine erfahrene Organisation wie die Exit den Begriff Rechtsextremismus benutzt. Trotzdem gelungene Aktion.
Mein Thema des Tages und desshalb möchte ich es hier noch schnell vortragen, denn ich höre Freizeit mäßig sehr gerne Hip Hop. Am Liebsten sind mir da The Roots, spontan. Und außerdem ist es ja auch ein Thema, welches nicht so oft erwähnt und vorgestellt wird. Denn auch Nazis machen Rap, und machen das was sie eigentlich mit am besten können: bei anderen Kulturen klauen und es für ihre Zwecke nutzen.
Bei Netz gegen Nazis gibt es einen schönen Artikel, welcher sich genau mit dem Thema beschäftigt und macht schnell klar, dass Nazis das Rappen gar nicht erst als sinngemäße Addition zu ihrer “Kultur” sehen, sondern vielmehr sollen damit wirklich nur beeinflussbare Menschen geködert werden – wie das so oft bei Naziprojekten halt ist.
Neonazis, die HipHop machen? Ja, die gibt es. Sie stehen für die anhaltende Modernisierung der rechtsextremen Szene und sorgen für Gesprächsstoff – auch innerhalb der Neonazi-Bewegung. Trotzdem gibt es schon mehrere Protagonisten – heute: n’Socialist Soundsystem. Weiter…
Außerdem gab es ja noch das Projekt-X welches damals durch das Aktionsbündnis Mittelhessen ins Leben gerufen wurde. Leider kann ich mich nur waage an den Scheiß erinnern, allerdings waren – wie bei den meisten Rap Projekten der Faschos – Beats und Reime sowas von unterirdisch, dass damit warscheinlich wirklich nur der derbste Dorfjugendrechtsoffenvonpapageschlagenaußenseiter beeindruckt werden konnte.
Ein weiteres Projekt wäre dann der Rap von Dee-Ex, einer Rapperin, welche von sich selbst sagt sie wär nur Patriotin und würde die Mukke für “Ihre Leute” (damit meint sie Passdeutsche, auch Blutsdeutsche) machen. Das Patriotismus sich aber nicht von Nationalismus abgrenzen lässt, zeigt uns ihre Fangemeinde. Die setzt sich nämlich meiner Meinung nach zu 95% aus Faschos und restlich irgendwelchen Blenderpatrioten zusammen. Damit erklährt sich auch ihr Unerfolg. Ich möchte Dee Ex hier jetzt nicht pauschal als Faschistin hinstellen, aber wie sie mit Kritik umgeht…ach googled einfach selbst mal nach ihr und lest ein wenig in ihrem Blog rum, bzw. zieht euch ihre mukke rein. Ihr werdet lachen. Das ist so eine Mischung aus dem Sleibnir-Rumgeheule und irgendwelchen dahergeholten Battlephrasen gegen Antifas, oder in ihrem Sinne Antideutsche.
Natürlich ist nicht nur Rap ein gefundenes Rekrutierungstool für Nazis, sondern klauen sie selbstverständlich auch bei anderen Jugend-sub-Kulturen um Anhänger zu gewinnen. Sie stehlen Ideen von denen, die sie eigentlich vernichtet sehen wollen. Sie geben diese Ideen als ihre eigenen aus. Aber wenn die arische Rasse allen anderen so überlegen ist, warum klauen die Herrenmenschen eigentlich bei eben denen, die zu dem so gut von ihnen gepflegten Feindbild gehören?
Ich werd euch auf dem Laufenden halten, wenn ich mal wieder was von Nazi-Rap höre….




