Mann kennt das: Sonntag liegst du den ganzen Tag auf dem Sofa und hast nichts besseres zu tun, als dir irgendwelche Filme oder Dokus reinzuziehn. Was die Dokus betrifft, neigt der Trend ja ein wenig in Richtung Knast- oder Ghettodoku (es sei denn man hat Geschmack und schaut Vice). Beim Thema Ghettodoku fällt mir immer auf, wie flach sie verfilmt und geschnitten sind. Einen “richtigen” Einblick in das Leben in der Hood bekommt man jetzt nicht wirklich. Und dazu kommt oft noch der sensationalistische Kommentar und wie krass es doch alles ist, kratzt dabei aber immer nur an der Oberfläche.
Also, um eine Doku soll es hier in diesem Post aber auch gar nicht gehen. Viel mehr handelt es sich bei “Snow On Tha Bluff” um einen recht authentischen Film von Damon Russell, in welchem es um Snow – ein Dope und Crack Dealer aus Bluff (Stadtteil von Atlanta) – geht. Snow zieht also einen paar College Kids ihren Camcorder ab und beginnt, sein Leben in der Gegend zu filmen. Er dealt mit Drogen und nimmt sie, er zieht Leute ab und nebenbei kümmert er sich um seinen kleinen Sohn. Durch den ganzen D.I.Y.-Dokustil wirkt alles sehr realistisch und man liest im Netz, dass das Publikum oft nicht unterscheiden konnte, ob das Dargestellte nun wahr oder gestellt ist.
Ganz klar zu empfehlen der Film, obwohl die IMDB Bewertungen eher mager ausgefallen sind – im Original versteht sich, denn der Slang welcher gesprochen wird ist interessant, nur leider zu oft nicht verständlich. Anschauen!



